„Der Europäische Preis für Innovatorinnen würdigt die mutigen Ideen und Führungsqualitäten von Frauen, die Innovation in konkrete Ergebnisse umsetzen. Die diesjährigen Finalistinnen und Gewinnerinnen zeigen, wie Unternehmertum und Vielfalt Hand in Hand gehen, um die Innovationskraft Europas zu stärken. Ihre Erfolge sind eine Inspiration für die nächste Generation von Innovatorinnen in ganz Europa.“
Elena Herber (Deutschland), Mitgründerin und Geschäftsführerin von HelloBetter, belegte den zweiten Platz in der Kategorie EIC-Preis für Innovatorinnen für die Verbesserung des Zugangs zur psychischen Gesundheitsversorgung durch klinisch validierte digitale Therapien, bei denen wissenschaftliche Forschung und Technologie kombiniert werden, um skalierbare und evidenz‑basierte Behandlungslösungen zu unterstützen. Ihre Arbeit trägt dazu bei, eine der größten gesundheitlichen Herausforderungen Europas anzugehen, indem sie den Zugang zur Gesundheitsversorgung verbessert und gleichzeitig den digitalen Wandel der Gesundheitssysteme unterstützt.
Der Preis würdigt die bemerkenswerten Leistungen der Gewinnerinnen und Nächstplatzierten in drei Kategorien. Die vollständige Liste finden Sie unten:
1)„EIC-Preis für Innovatorinnen", für alle Gründerinnen und Mitgründerinnen in den EU-Mitgliedstaaten und assoziierten Ländern im Rahmen von „Horizont Europa" (Rahmenprogramm für Forschung und Innovation):
- Gewinnerin: Katerina Spranger (Ukraine/Großbritannien), Gründerin und CEO von Oxford Heartbeat, der Künstliche Intelligenz einsetzt, um eine sicherere und präzisere Behandlung von Hirnaneurysmen zu ermöglichen.
- Zweiter Platz: Elena Heber (Deutschland), Mitgründerin und Geschäftsführerin von HelloBetter, das den Zugang zur psychischen Gesundheitsversorgung durch klinisch validierte digitale Therapien und KI-gestützte Lösungen verbessert.
- Dritter Platz: Judit Camargo Sanromà (Spanien), Gründerin und CEO von Roka Furadada, befasst sich mit der Zunahme von Hautkrebs und setzt dabei auf umweltfreundliche Kosmetikwirkstoffe, die einen wirksamen UV-Schutz bieten und gleichzeitig die Belastung der Meeresökosysteme minimieren.
2) „EIC-Preis für Aufstrebende Innovatorinnen", für vielversprechende junge Innovatorinnen unter 35 Jahren:
- Gewinnerin: Marta Oliveira (Belgien), Mitgründerin und COO von ATMOS Space Cargo, einem Unternehmen, das es wiederverwendbaren Raumkapseln ermöglicht, Materialien sicher aus dem Orbit zurückzubringen und neue Forschungsmöglichkeiten zu eröffnen.
- Zweiter Platz: Judit Giró Benet (Spanien), Gründerin von The Blue Box, entwickelt einen Urintest zur Verbesserung der Früherkennung von Brustkrebs, insbesondere für Frauen, die von den bestehenden Vorsorgeuntersuchungen nur unzureichend erfasst werden.
- Dritter Platz: Carin Lightner (Schweiz), Mitgründerin und CEO von Enantios, treibt die Entwicklung neuer Medikamente durch eine schnellere und präzisere Analyse komplexer Moleküle voran.
3) „EIT-Preis für Frauenführung", für außergewöhnliche Mitglieder der EIT-Gemeinschaft:
- Gewinnerin: Ella Frances Cullen (Portugal), Mitgründerin und Chief Marketing Officer von Minespider, leistet Pionierarbeit bei der digitalen Rückverfolgbarkeit von Produkten über Lieferketten hinweg. Die Blockchain- und KI-Plattform ihres Unternehmens bietet digitale Produkt- und Batteriepässe für die Rückverfolgbarkeit in der Lieferkette und sorgt so für mehr Transparenz, Nachhaltigkeit und Regelkonformität.
- Zweiter Platz: Stefania Raimondo (Italien), Mitgründerin von Navhetec, treibt die pflanzliche Nanomedizin voran, indem sie Partikel mit biomedizinischem Potenzial aus Zitrussaft extrahiert. Ihr Unternehmen hat ein Verfahren entwickelt und patentiert, das die Gewinnung und Nutzung dieser Partikel ermöglicht, um Gesundheitsprodukte mit überlegener Wirksamkeit und neuartigen Funktionen herzustellen.
- Dritter Platz: Neide Vieira (Portugal), Mitgründerin und COO von IPLEXMED, treibt die Diagnose von Infektionskrankheiten durch den Einsatz von graphen-basierten Biosensoren voran. Ihr Unternehmen hat eine tragbare, schnelle und vernetzte Diagnoseplattform entwickelt, die Ergebnisse in Laborqualität liefert, indem sie die überlegenen elektronischen Eigenschaften von graphen-basierten Biosensoren nutzt.
Der Europäische Preis für Innovatorinnen, der gemeinsam vom Europäische Exekutivagentur für den Innovationsrat und für KMU (EISMEA) sowie dem Europäisches Innovations- und Technologieinstitut (EIT) verwaltet wird, würdigt den entscheidenden Beitrag von Unternehmerinnen zum europäischen Innovationsökosystem und zur langfristigen Wettbewerbsfähigkeit Europas. Mit dem Preis, der bereits zum
12. Mal verliehen wird, werden weiterhin herausragende Frauen gewürdigt und geehrt, die Innovation und Unternehmertum in ganz Europa vorantreiben.
Hintergrund
Der Europäische Preis für Innovatorinnen wird an Frauen aus der gesamten EU und aus Ländern verliehen, die mit „Horizon Europe“ assoziiert sind und deren bahnbrechende Innovationen positive Veränderungen für Mensch und Umwelt bewirken. Damit sollen ihre Leistungen hervorgehoben und mehr Frauen und Mädchen ermutigt werden, eine Karriere in den Bereichen Innovation und Unternehmerinnentum einzuschlagen.
Es gibt drei Preiskategorien:
- EIC-Preis für Innovatorinnen, in der die talentiertesten Innovatorinnen aus der gesamten EU und den assoziierten Ländern ausgezeichnet werden. Die Gewinnerin erhält 100.000 €, und zwei weitere Preisträgerinnen erhalten jeweils 70.000 € und
50.000 €; - EIC-Preis für Aufstrebende Innovatorinnen, in der Preise an vielversprechende junge Innovatorinnen unter 35 Jahren vergeben werden. Die Gewinnerin erhält
50.000 €, die beiden Nächstplatzierten erhalten jeweils 30.000 € und 20.000 €; - EIT-Preis für Frauenführung, mit dem herausragende weibliche Führungskräfte aus der EIT-Gemeinschaft ausgezeichnet werden. Die Gewinnerin erhält 50.000 €, und zwei weitere Preisträgerinnen erhalten jeweils 30.000 € und 20.000 €.